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GRUPPENHALTUNG VON DEGUS - KEINE EINZELHALTUNG

Degus in der Gruppe

Wir fallen gleich mit der Tür in das Haus: Eine Einzelhaltung von Degus ist nicht artgerecht und einem seelischen Ungleichgewicht und Kurzlebigkeit!

Mit so einer konsequenten Aussage sind Sie nicht einverstanden? Das glauben und gewähren wir Ihnen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass diese Behauptung nur ungerne von Deguhaltern, die Einzeltiere pflegen, stehen gelassen wird. Die Halter von Einzeltieren betonen immer wieder, dass ihr Degu durchaus glücklich und zufrieden ist und man dem Degu nichts von einem fehlenden Artgenossen anmerkt. Auch die Gesundheit wäre in normal und von Verhaltensstörungen wären ebenfalls nichts zu erahnen.

Diese Aussage können wir durchaus nachvollziehen. Bitte berücksichtigen Sie aber, dass Degus Rudeltiere sind. Sie wohnen in freier Wildbahn in großen Familienverbänden zusammen, die miteinander eine riesige Kolonien bilden. Degus sollten aus diesem Grund mindestens zu dritt gehalten werden. So ist ein Tier auch dann nicht alleine, wenn seinem Partner plötzlich etwas zustößt. Außerdem ist die Beobachtung des Sozialverhaltens auch für die menschliche Seele nicht zu ersetzen und ein Genuss. Schmusen, Putzen, Spielen - wir beobachten gerne, wie sich Tiere in der Gruppe vollkommen unbefangen verhalten und gar nicht auf den Menschen achten (sofern der weit genug weg ist).

Degus können durch die Einzelhaltung gesundheitliche Probleme bekommen, da das Immunsystem zu einem nicht unwesentlichen teil von der seelsichen Verfasung abhängig ist. Ein sehr aktiver Degu, der sich mit Artgenossen unterhalten und um das Futter balgen kann ist wird ein aktiveres Immunystem besitzen als ein Degu, der den ganzen lieben langen Tag darauf wartet, dass sich jemand mit ihm beschäftigt.

Die Verhaltensstörungen im Sozialbereich werden vor allem erst dann sichtbar, wenn Sie eine späte Vergesellschaftung durchführen möchten. Degus die lange einzeln gehalten wurden haben verlernt, wie man mit anderen Degus umgeht. Sie sind im ersten Moment keine Eindringlinge in ihr Revier mehr gewöhnt und wollen den "Rivalen" erst einmal entsprechend vertreiben. Sie sind deutlich schwieriger davon zu überzeugen, dass ein Artgenosse ihnen gu tut und ihren Alltag entspannt.

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Zusammenhaltung mit artfremden Tieren

Degus sollten grundsätzlich nur mit ihren Artgenossen in einem Käfig gehalten werden. Beim Freilauf verstehen sie sich allerdings recht gut mit anderen Kleintieren, wobei sie dann nicht unbeaufsichtigt bleiben dürfen. Hunde und Katzen sollten ihnen fern bleiben, weil das 'rattenähnliche' Aussehen schnell den Jagdinstinkt bei den Großen weckt.

Haben Sie weiter Haustiere, speziell Käfigtiere, können Sie diese ruhig im selben Raum wie Ihre Degus stehen lassen, wenn sich die Geräuschkulisse und die aktive Phasen nicht zu sehr voneinander unterscheiden. Die Käfige sollten allerdings soweit auseinander stehen, dass es keine Gitterrangeleien zwischen den Tieren gibt und die Reviere klar abgesteckt sind.

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