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WENN DEGUS SICH STREITEN - RANGORDNUNG

Rangordnung in Gruppenhaltung

Innerhalb eines Rudels ist es vollkommen normal, dass eine Rangordnung ausgefochten werden muss. Dabei bleibt eine einmal ausgefochtene Rangordnung auch bei Degus nicht konstant bestehen. Wenn zwei Degus etwa gleichstark sind, dann werden sie hin und wieder probieren, das Gleichgewicht umzukehren. Nur wenn zwei Degus unterschiedlich stark sind und einer dem anderen deutlich unterlegen, dann kann ein für längere Zeit stabiles Gefüge entstehen.

Kleinere Streitereien sind deshalb zur Klärung der Rangordnung vollkommen normal. Junge und ältere Degus lösen ihre Rangordnung oft spielerisch - sie balgen, zanken und streiten sich im Spiel.

Wenn allerdings blutende Wunden vorkommen, kleine Verletzungen überhandnehmen und ein unterlegener Degu von dem Stärkeren am laufenden Band attackiert wird, dann ist der Deguhalter gefragt. Sie können probieren die streitenden Degus kurzzeitig voneinander abzulenken, in dem zum Beispiel ein Degu in den Freilauf geht. Trennen Sie Ihre Degus allerdings tageweise - wie mit zwei Degukäfigen - dann können sie sich komplett entfremden und müssen eventuell neu vergesellschaftet werden. Deshalb ist es nicht ratsam, streitende Degus für ein paar Tage getrennt voneinander unterzubringen.

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Geschlechterkombinationen

Die Charaktere der unterschiedlichen Degus sind maßgeblich am Verständnis untereinander beteiligt. Es kann Liebe auf den ersten Blick sein, aber auch das genaue Gegenteil. Aber genauso wie der Charakter spielt auch die Unterbringung der Degus eine große Rolle. Ein Zoohandlungskäfig mit einem winzigen Haus als Unterschlupf fördert das Sozialverhalten nicht gerade. Besser ist es, wenn die Degus sich bei dicker Luft aus dem Weg gehen können.

Gleichgeschlechtliche Gruppen

Gleichgeschlechtliche Gruppen sind bei Degus durchaus möglich. Die Tiere sollten sich am besten von Anfang an kennen, weshalb Sie Geschwister aus einem Wurf oder zusammen mit dem vorherigen Wurf sehr gut übernehmen können. Eine gute Gruppengröße liegt bei 3 bis 5 Tieren.

Gemischte Gruppen

Bei gleichgeschlechtlichen Gruppen ist es am ratsamsten, zwe bis drei Weibchen mit einem Bock zu vergesellschaften. dabei steht natürlich außer Frage, dass der Bock bereits vorab kastriert werden sollte um einen Wurf bei allen Weibchen zu verhindern. Diese gruppenzusammenstellung läuft in der Regel sehr harmonisch und unkopliziert ab.

Das Degu-Ehepaar

Gute Zeiten, schlechte Zeiten - die gibt es in jeder Partnerschaft, wie wir es von uns Menschen selber kennen. Trotzdem harmoniert diese Kombination normalerweise gut.
Das Eheleben wird nicht ohne Folgen bleiben: Sie werden Nachwuchs erwarten müssen. Ständige aufeinander folgende Schwangerschaften gehen allerdings sehr auf die Gesundheit und die Lebenserwartung des Weibchens. Eine gute Vermittlung der Jungtiere ist schwer und die körperliche und seelische Unterstützung der Mutter mittels unterstützender Handfütterung erfordert viel Geduld und Zeit.
Das Männchen sollte deshalb kastriert werden, wenn das Weibchen ihr 'Rentenalter' erreicht, damit es noch ein, zwei ruhige Jahre geniessen kann. Einen speziell auf Degus zurecht geschnittenen Kastrationsbericht gibt es bei degus-online.de.

Probleme mit unkastrierten Degu Böcken

Wenn sich Nachwuchs einstellt und die Gruppe wächst, dann sollte für den Fall von heftigeren Streitigkeiten, gesundheitlichen Notfällen oder die zeitige Trennung von Würfen nach Geschlechtern sollte eine zweiter leerer Degukäfig vorhanden sein, der bei Bedarf schnell eingesetzt werden kann.

Achtung: Dass Degus von alleine mit der Vermehrung aufhören, wenn der Platz nicht mehr ausreicht ist ein dummes und sehr naives Gerücht, dass sich leider dank inkompetenter Mundpropaganda hält. Dabei ist das ganze doch ganz logisch zu dementieren. Einen entsprechenden Bericht gibt es im Register Aktive.

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